TAG 13
Heute mal eine kleine Aufgabe für euch – wir möchten den Blickwinkel betreffend unsers Gewichts mal etwas ändern. Habt ihr euch schon mal darüber Gedanken gemacht, dass „Übergewicht“ auch seelische Ursachen haben kann?
Für viele Menschen stellt das Gewicht ein sehr belastendes Thema dar. Wir leben heutzutage in Fülle – und es gibt ein Überangebot an appetitmachender Nahrung – vor allem in der westlichen Gesellschaft – ständig wird man damit konfrontiert.
Oft fragen wir uns, wo genau die Ursache unseres „Übergewichts“ liegt und ganz oft hat dies seelische Gründe.
#1 – Übergewicht durch Kummer
Der berühmt, berüchtigte „Kummerspeck“ – von dem haben wir doch alle schon mal gehört – du hast Ärger mit deiner Familie, einem Freund, oder Kollegen, vielleicht ist eine Beziehung in die Brüche gegangen. Anstatt sich mit Menschen zu umgeben die uns gut tun – uns süße Momente in unser Leben zaubern, verspeisen wir die Süßigkeiten. Hier kommt der bildliche Kummerspeck ins Spiel.
#2 – Übergewicht durch Belohnung
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die Dinge machen, die dich weder wirklich interessieren, noch erfüllen. Wie zB ein Job, der einem eher die Nerven raubt, als erfüllt – man macht ihn einfach nur, weil man damit Geld verdient, weil es sich in unserer westlichen Gesellschaft so gehört.
Oft erkennen wir gar nicht, mit wieviel Widerwillen wir diesen Job machen, manchmal versuchen wir uns ganz viele positive Aspekte davon vorzugaukeln.
Und wenn man dann am Abend daheim ist, wenn es ruhig wird, dann belohnt man sich für die ganzen Überwindungen, die man tagsüber so gemacht hat – und oft hat diese Belohnung die Form von Essen.
#3 – Übergewicht als Schutz
Manchmal kann es auch sein, dass du eine Schutzschicht brauchst. Oft benötigt das unsere Seele – hier ist ein gutes Beispiel: wenn du Menschen in deinem Leben, oder vielleicht auch auf der Arbeit hast, die dich ständig anfeinden – man könnte dazu bestimmt auch Mobbing sagen. Sprichwörtlich legt man sich dann einfach eine „dicke Haut“ zu – und hier eignet sich Fett einfach besonders gut.
Hier noch ein anderes Beispiel: wir leben noch immer in einer männerorientierten Gesellschaft – als Frau ist es nicht einfach Karriere zu machen – ein weibliches Aussehen mit „Idealgewicht“ stört da nur. Männer möchten attraktive Frauen natürlich lieber in „dienenden Positionen“, wie zB als Sekretärin – als in Führungspositionen.
Viele Frauen haben in Therapien geäußert, dass sie sich oft mehr Körperfülle zugelegt haben, um nicht mehr weiblich aufzufallen.
Der Gewichtsregler als Idealgewicht für die Seele
Der Mediziner Dr. Rüdiger Dahlke meint, es gibt eine Art Gewichtsregler, der einstellt, wie hoch das Gewicht sein muss, um als Idealgewicht für die Seele zu gelten. Wenn dieser Gewichtsregler wieder sinken soll, dann muss bewusst daran gearbeitet werden. Doch dazu muss man die richtigen Ursachen erkennen. Diese sollte man sich eingestehen, was vielen Menschen nicht besonders leicht fällt.
Essen kann deshalb oftmals der einzig bleibende Genuss im Lebensalltag sein. Der Mangel an Zeit und der Mangel an Lebensfreude erzeugen einen schlimmen Teufelskreis. Wer den ganzen Tag hart arbeitet, hat oftmals nicht die Energie, sich außer der Nahrung noch andere Genussmomente zu bescheren. Das Essen geht dagegen schnell und hat einen hohen Effekt. Fettige und süße Lebensmittel besitzen einen unmittelbaren Belohnungswert. Dieser ist wesentlich höher als bei Brokkoli oder Karotten, die ein wichtiger Baustein zum Idealgewicht sein könnten.
Hat das Essen erst einmal eine Ersatzfunktion in deinem Leben bekommen, muss man tief in in sich hinein blicken, denn eine dauerhafte Veränderung findet nur von innen nach außen statt und nicht umgekehrt. Wer von innen aufräumt und sich nicht ausschließlich mit funktionellen Maßnahmen, wie Bewegung und Ernährung beschäftigt, hat eine gute Chance dieses Dilemma zu beheben.
Somit eure Aufgabe für heute:
Spürt mal in euch rein, ob die eine, oder andere seelische Ursache auf euch zutrifft – schreibt gerne eure Gedanken dazu in euer Notizbuch.
Wir wünschen euch einen wunderschönen Tag.